
Nach einer schwachen dritten Runde und starken Leistungen der Konkurrenz reflektiert Rory McIlroy seine Runde.
Am Samstag beim Masters in Augusta zeigten sich die Grenzen von Rory McIlroy. Der Titelverteidiger kam mit einer komfortablen Führung von sechs Schlägen auf den Platz – nach einer Runde mit einer Über-Par-73 ist dieses Polster jedoch Geschichte. McIlroy steht nun gleichauf mit Cameron Young an der Spitze der Leaderboard, bevor es zum Finalspieltag geht.
Nach der Runde sprach der Nordire mit der Presse und zeigte sich selbstbewusst, aber realistisch. „Ich hatte es heute einfach nicht ganz", gab McIlroy zu und deutete bereits auf sein erstes Loch hin. „Schon beim ersten Loch, mit diesem einfachen Bogey – dabei habe ich einen recht guten Drive geschlagen." Der Kurs bot vielen Gelegenheiten zu guten Ergebnissen, doch McIlroy konnte davon nicht profitieren.
Starke Konkurrenz nutzt Chancen
Entscheidend war nicht nur McIlroys schwächere Leistung, sondern auch die starke Konkurrenz. „Die Qualität des verfolgenden Feldes ist offensichtlich", sagte McIlroy. „Es gab viele Spieler, die gute Scores schossen." Damit meinte er nicht nur Cameron Young, sondern das gesamte Feld, das an diesem Samstag auf der Jagd nach dem Grünen Jackett war.
Trotz der verlorenen Führung betonte McIlroy, dass die Situation keineswegs aussichtslos ist: „Es gibt noch viele Spieler mit einer Chance morgen. Ich bin immer noch mit dem besten Score tied für morgen, also kann ich das nicht vergessen." Die mentale Einstellung des 36-Jährigen wirkte gefestigt, auch wenn die Realität deutlich wurde: „Aber ich weiß auch, dass ich besser spielen muss, wenn ich eine Chance haben will zu gewinnen."
Rangepraktiken und mentale Vorbereitung
McIlroy erkannte an, dass Augusta National seine eigenen Regeln hat. „Dieser Platz hat eine Art und Weise – wenn man sich nicht ganz wohlfühlt, dann struggelt man einfach." Nach dem Interview begab er sich auf die Range, um an seiner Form zu arbeiten. „Ich muss einfach auf die Range gehen und versuchen, ein bisschen Klarheit zu bekommen", war sein Plan für die restliche Vorbereitungszeit.
Das Finale am Sonntag verspricht dramatisch zu werden: Ein gleichauf führender McIlroy, ein junger, hungriger Cameron Young und ein starkes Feld, das noch alle Chancen hat. Die Frage ist nicht, ob der Kampf um das Grüne Jackett eng wird – sie ist längst beantwortet.
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